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Frühjahrsreise 2018

Theater der Zeit GmbH
Winsstraße 72, 10405 Berlin
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Großbuchhandelsgesellschaft mbH
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Besondere Empfehlung:

Heiner Müller - Anekdoten
Bestseller:

Bernd Stegemann
Das Gespenst des Populismus
Ein Essay zur politischen Dramaturgie

Neuerscheinungen:

Frank Castorf
Am liebsten hätten sie veganes Theater
Peter Laudenbach: Frank Castorf Interviews 1996-2017
138 S., zahlr. Abb., br., € 15,00
978-3-95749-132-9
Weltberühmt oder tot - längst wissen wir, wie sich Ivan Nagels Prophezeiung zu Beginn der Intendanz Castorf an der Volksbühne erfüllt hat. Frank Castorf hat als Regisseur und Intendant 25 Jahre lang die Berliner Volksbühne geprägt und zu einem der berühmtesten Künstlertheater weltweit gemacht. Mit einem Theater gegen den Mainstream und die politische Korrektheit hat er die Volksbühne und ihr starkes Ensemble durch alle Höhen und Tiefen geleitet, bis schließlich die Berliner Kulturpolitik der Ära Castorf ein Ende gesetzt hat. Der Theaterkritiker und JournalistPeter Laudenbach hat im Laufe dieser Jahre zahlreiche Interviews mit Frank Castorf geführt, die hier erstmals versammelt sind. Ein lebendiges Bild von 25 Jahren Theater- und Zeitgeschichte.

Rimini Protokoll
Staat 1-4
Phänomene der Postdemokratie
Herausgegeben von Imanuel Schipper von Rimini Protokoll in Kooperation mit dem Haus der Kulturen der Welt, Berlin
204 S., zahlr. Abb., br., € 22,00
978-3-95749-133-6
Was stimmt an der Befürchtung, dass PR-Strategen und privat finanzierte Beratungs- und Anwaltteams die Steuerung einer immer globaler agierenden Gesellschaft den Händen der Politiker entreißen? Besteht der Staat in seiner neoliberalen Ausprägung nur noch aus formellen, aber schwachen Hülsen? Ist Demokratie nur noch ein Name für etwas, das wir gar nicht mehr wollen - obwohl wir es eigentlich gerne hätten? In den vier hier präsentierten Theaterproduktionen Staat 1-4 (,‚Top Secret International', „Gesellschaftsmodell Großbaustelle", „Träumende Kollektive. Tastende Schafe" und „Weltzustand Davos') zeigt Rimini Protokoll interaktive szenische Ergebnisse einer Recherchereise an den Rändern des demokratisch legitimierten Staates. Tagebucheinträge und Snapshots eröffnen Einblicke in den Produktionsprozess. Soziologische, philosophische, medienwissenschaftliche und politische Essays (von Lukas Bärfuss, Timon Beyes, Matthias Fuchs, Gabriela Muri Koller u.a.) liefern den inhaltlichen Kontext und Aufführungsfotos aus ungewöhnlichen Perspektiven dokumentieren die besonderen Umgangsweisen mit dem Publikum. Imanuel Schipper ist langjähriger Dramaturg bei Rimini Protokoll und Vertretungsprofessor für Performance Studies und Dramaturgie am Campus Arts and Change in Hamburg.
Im März 2018 im Rahmen von 100 Jahre Gegenwart: Rimini Protokoll Aufführungen von Staat 1-4 im HKW - Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin


Anja Nioduschewski
Theater am Schiffbauerdamm
Vom Neuen Theater zum Berliner Ensemble
100 S., zahlr. Abb., br., € 10,00
978-3-95749-136-7
Unter seinem Namen Berliner Ensemble machte das Theater am Schiffbauerdamm im Zentrum Berlins Weltkarriere. Auch heute ist das Haus vor allem als Wirkungsstätte Bertolt Brechts berühmt. Zweifelsohne stellt er die künstlerisch prägende Zäsur in der Geschichte dieses Theaterhauses dar, katapultierte es mit seinem ästhetischen und politischen Anspruch auf eine neue Umlaufbahn. Doch die Geschichte dieser 1892 als Neues Theater errichteten Bühne ist nicht nur viel länger und vielgestaltiger, wartet nicht nur mit anderen Theatergrößen wie Max Reinhardt oder Heiner Müller auf: Sie ist zudem auch eine kleine Kulturgeschichte wechselvoller deutscher Verhältnisse.
Anja Nioduschewski arbeitet als freie Autorin und Dramaturgin, u.a. am Berliner Ensemble.


NOVOFLOT
Die 15. Spielzeit
Herausgegeben von Malte Ubenauf und Dörte Wolter
200 ., zahlr. Abb., br., € 25,00
978-3-95749-142-8
Seit 2002 untersucht die Berliner Opernkompanie NOVOFLOT verdeckte und kaum beachtete Dimensionen der Gattung Oper und zeigt die oft mehrteiligen Ergebnisse ihrer Forschungen auf Volksbühnen, Trabrennbahnen, Brachflächen, in Radialsystemen, mobilen Opernhausarchitekturen sowie halbversunkenen Kirchen im öffentlichen Raum. Die Vielfalt des bisher mehr als zwanzig Inszenierungen umfassenden Musiktheaterschaffens der 2014 mit dem george tabori preis ausgezeichneten Opernkompanie um Sven Holm (Regie), Vicente Larraiaga (Musikalische Leitung). Dörte Wolter (Produktionsleitung) sowie Sebastian Bark /Malte Ubenauf (Dramaturgie) zeigt nun ein reich bebilderter Band zum 15. Jubiläum des frei produzierenden Ensembles.

Theater am Rand
Vorstellungsbuch 2- Bilder zum 20. Geburtstag
Herausgegeben von Tobias Morgenstern
96 ., zahlr. Abb., br., € 10,00
978-3-95749-144-2
Zollbrücke im Oderbruch: Ein Ort am Ende der Welt? Nein, ein Ort für Anfänge. Am Anfang war die Idee für ein Theater. Das Theater am Rand. Im Wohnzimmer des Musikers Morgenstern beginnt hier eine Geschichte, die nun schon seit 20 Jahren weitererzählt wird und mit Worten und Klängen längst ein eigenes kühnes Theatergebäude füllt. Verwirklicht von dem Musiker Tobias Morgenstern und dem Schauspieler Thomas Rühmann [Als einfühlsamer Klinikleiter Dr. Roland Heilmann ist Thomas Rühmann bei der Fernsehserie
"In aller Freundschaft" ein Publikumsliebling / Rühmann studierte ursprünglich Journalistik in Leipzig. Von einem Freund zu einer Theatervorstellung mitgenommen, übernahm er eine Rolle in Volker Brauns Sonnenstaat, da der Schauspieler Ulrich Mühe verhindert war. Rühmann spielte danach eine weitere Rolle, diesmal in einem Stück von Athol Fugard. Daraufhin absolvierte er eine Schauspielerausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin. Ab 1982 war er in verschiedenen Rollen am Maxim-Gorki-Theater in Berlin zu sehen. Sein Fernsehdebüt gab er im Martin-Luther-Film (1983 im Fernsehen der DDR). /Sein Vater heißt zwar Heinz Rühmann, es handelt sich aber nicht um den berühmten Schauspieler, sondern um einen Lehrer und Altmark-Regionalhistoriker]. Umgeben von der rauen poetischen Natur des Oderbruchs werden im Theater am Rand mit vielen Mitstreitern unermüdlich neue Anfänge gewagt: Neue eigene Stücke. neue Gastspiele, neue Räume. neue Fragen an die Kunst und zum Miteinander und Überleben der Menschen. Eigensinnig und leise, was zu genauem Zuhören zwingt - auch das ein neuer Anfang im sonst ohrenbetäubenden Lärm der sich gefährlich schnell drehenden Welt. Das neue Vorstellungsbuch, das zum 20. Geburtstag des Theaters am Rand erscheint, bietet mit vielen Fotos, Bildern und hintergründigen Texten kostbare Momente eines fortdauernden Aufbruchs.


Martin Rupprecht
Herausgegeben von Werner Heegewaldt und Peter W. Marx im Auftrag der Akademie der Künste, Berlin
und der Theaterwissenschaftlichen Sammlung Universität zu Köln
240 S., zahlr. Abb., br., € 25,00
973-3-95749-139-8
Der Bühnen- und Kostümbildner Martin Rupprecht gilt als einer der führenden Ausstatter des deutschsprachigen Raums, dessen ‚Kunst der atmosphärischen Konzentration variantenreich, opulent und ironisch herkömmliche Sehgewohnheiten bricht und starke optische Akzente setzt. (Rowohlt Theaterlexikon) Neben klassischen Opern hat er insbesondere im Neuen Musiktheater als kongenialer Partner von Regisseuren wie Mauricio Kagel, Winfried Bauernfeind und Michael Hampe gewirkt. Zahlreiche Werke, etwa von Kegel. Henri Pousseur, Hans Werner Henze und Wilhelm Dieter Siebert, brachte er zur Ur- oder Erstaufführung. Er war u.a. in Berlin, Tokio, Los Angeles und Stockholm tätig. Der Band dokumentiert in großformatigen Bildern und opulenter Ausstattung das Bühnenwerk von Rupprecht, begleitet von Beiträgen u.a. von Achim Freyer, Christoph Tannert, Mauricio Kegel und Peter W. Marx. Peter W. Marx ist Professor fürTheater- und Medienwissenschaft am Institut für Medienkultur und Theater der Universität zu Köln und Direktor der Theaterwissenschaftlichen Sammlung Universität zu Köln. Werner Heegewaldt ist Historiker, wissenschaftlicher Archivar und Dozent an der FH Potsdam. Seit 2016 ist er Direktor des Archivs der Akademie der Künste. Berlin. Buchpremiere: 22. April 2018, Akademie der Künste, Berlin

Jost Hermand
Die aufhaltsame Wirkungslosigkeit eines Klassikers
Brecht-Studien
200 S., br., € 18,00
978-3-95749-141-1
Dass es trotz der vielen Studien, die bisher über Brecht erschienen sind, in seinen vielfältigen Werken und Schriften immer wieder Neues zu entdecken gibt, zeugt von einer geradezu „universalen" Weitsicht, die bis heute bedenkenswert ist. Ob zu Fragen wie Krieg und Frieden, faschistischen Bedrohungen, Problemen des Sozialismus, einem besseren Verhältnis zur Natur, einer Kritik an der marktwirtschaftlichen Vergnügungsindustrie, einer neuen Moral jenseits bürgerlicher Konventionen und vielen anderen Themen mehr, immer wieder setzte Brecht zu neuen Lösungsversuchen an, die nach wie vor relevant sind. Sein Oeuvre als historisch veraltet hinzustellen, wäre daher ein Verzicht auf Möglichkeiten, in Politik, Wissenschaft und Kultur andersartige, sich gesamtgesellschaftlich auswirkende Verhältnisse anzustreben. Möge demzufolge jeder, der sich weiterhin mit seinen Werken beschäftigt, vor allem Zielvorstellungen im Auge behalten, die einen wahrhaft kommunitaristischen Charakter haben. Jost Hermand ist Professor Emeritus für deutsche Kulturgeschichte an der University of Wisconsin Madison und Honorarprofessor der Humboldt-Universität.

Ökonomien des Ästhetischen
Herausgegeben von Janina Mäbius, Natascha Siouzouli und Matthias Warstat
200 S., br., € 18,00
978-3-95749-140-4
Wie wird ästhetische Arbeit, die nach einem materiellen oder immateriellen Mehrwert strebt, entlohnt? Wer profitiert von ihr und ihren Produkten, und zu welchen Lasten geht sie? Sind kritische Ambitionen im Theater und in anderen Künsten mit den gegebenen materiellen Rahmenbedingungen überhaupt noch vereinbar? Zunehmend wird das Ästhetische an Wirkungsversprechen gebunden und mit „lmpact"-Forderungen versehen - auch und gerade im Theater. Aus gegenwärtiger Perspektive beleuchtet der Band die ökonomische Dimension der Künste, die sich weder auf Kommerzialisierungsstrategien noch auf die monetäre Vergütung kreativer Arbeit reduzieren lässt. Mit Beiträgen von Gigi Agyropoulou, Joe Kelleher, Annemarie Matzke, Doris Kolesch, Ana Vujanovid u. a. Die Herausgeber lehren am Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin und arbeiten gemeinsam an dem Forschungsprojekt ‚the Aesthetics of applied theatre" 
RAUMBÜHNE
HETEROTOPIA
Neue Perspektiven im Musiktheater
Herausgegeben von Sebastian Hannak und Florian Lutz
120 S., zahlr. Abb., br., € 25,00
978-3-95749-145-9
Sebastian Hannaks Raumbühne HETEROTOPIA an der Oper Halle ist eine der aufsehenerregendsten Bühneninstallationen der letzten Jahre. In über zehn verschiedenen Stückformaten aus Oper, Schauspiel, Tanz, Performance und Konzert ist der Raum aus jeweils ganz unterschiedlichen Perspektiven zu erleben. In der komplett begehbaren Musiktheaterstadt verschwimmen die Grenzen zwischen Publikum, Orchester und Darstellern zugunsten eines immersiven Raumerlebnisses und emphatischen Totaltheaters. Hannaks 2017 mit dem deutschen Theaterpreis „Der Faust" ausgezeichnete Raumbühne stellt die Zuschauer ins Zentrum einer für die Oper ungewöhnlichen Raum-Klang Anordnung und eröffnete damit eine Reihe vielbeachteter Experimente des neuen künstlerischen Leitungsteams Florian Lutz, Veit Güssow und Michael von zur Mühlen an der Oper Halle. Sebastian Hannak ist Bühnen- und Kostümbildner. Er stattete Opern-, Schauspiel- und Tanzproduktionen an zahlreichen Bühnen, u. a. an der Oper Halle. aus. Florian Lutz arbeitet als Musiktheaterregisseur. Seit der Spielzeit 2016/17 ist er Intendant der Oper Halle.

Philipp Preuss
The Fair Play
Deutsch/Englisch
224 S., zahlr. Abb., br., € 20,00
978-3-95749-130-5
Kunstmessen von Basel über Miami bis Hongkong zeugen von der durchgehenden Neoliberalisierung von Kunst. Der Regisseur und bildende Künstler Philipp Preuss untersucht in seiner Installation „The Fair Play" am Schauspiel Leipzig die Kunstmesse als profanisiertes Hochamt, den Event als Flohmarkt und die Messe als zeitgenössische und radikale Form des inszenierten Readymade Kuratierens. Das Buch „The Fair Play" ist der Katalog zur Kunstmesse, der reale Werke aus namhaften fiktiven internationalen Galerien vorstellt. Neben einem Vorwort der kuratierenden Jury und einem Text des Dramaturgen und Autors Jochen Thermann über die „Persona Preuss' beinhaltet der Katolog einen Artist Talk über Identität im postdigitalen Zeitalter mit Laura Bartleby, Anatol Attivic, Brian Cameo und Philipp Preuss. Philipp Preuss, 1974 geboren, studierte Regie und Schauspiel und arbeitet seit 2001 als freier Regisseur. Seine Inszenierungen liefen u.a. an der Schaubühne Berlin, am Schauspiel Frankfurt, Schauspiel Leipzig und am Deutschen Theater Berlin

A World Stage - auf Kohle geboren
Die Ruhrfestspiele Recklinghausen unter Frank Hoffmann
Herausgegeben von Frank Hoffmann und Harald Müller
304 S., zahlr. Abb., br. im Schuber, € 28,00
978-3-95749-135-0
Seit seiner Berufung zum Intendanten im Herbst 2004 hat Frank Hoffmann die Ruhrfestspiele Recklinghausen 14 Jahre lang entscheidend geprägt. Geboren aus einem Tauschhandel „Kunst gegen Kohle“ haben sich die Ruhrfestspiele zu einem der größten Theaterfestivals Europas entwickelt. Mit dem Ende des Steinkohlebergbaus im Jahr 2018, einer einschneidenden Zäsur auch für das Festival, verabschiedet sich Frank Hoffmann im Mai und Juni 2018 mit seinen letzten Festspielen. Anhand von Texten und Fotografien wird auf die vierzehn Festspieljahre unter der Leitung von Frank Hoffmann zurückgeblickt. Das künstlerische Konzept und die programmatische Ausrichtung der Ruhrfestspiele werden ebenso vorgestellt wie bedeutende Kooperationen mit internationalen und nationalen Theatern, Künstlern und Institutionen von 2005 bis 2018. Darüber hinaus kommen wichtige Wegbegleiter zu Wort, die eng mit den Ruhrfestspielen und ihrem Festspielleiter zusammengearbeitet haben.

Hans-Dieter Schütt
MICHAEL THALHEIMER
Porträt eines Regisseurs
288 S., zahlr. Abb., br., € 28,00
978-3-95749-095-7
Michael Thalheimer ist einer der renommiertesten Regisseure des europäischen Theaters der Gegenwart. Seine Inszenierungen dringen zum Kern des Dramas vor, mit chirurgischer Präzision seziert er die zugrunde liegenden menschlichen Konflikte. In den ausweglosen Räumen seines langjährigen Bühnenbildners Olaf Altmann führt er die Schauspieler an den Punkt der höchsten Konzentration. Ihr gestisches Spiel zeigt die Figuren dort, wo sie am verlorensten sind, wo sie ein unerbittlicher Triebmechanismus aus der Haut fahren oder sie ein entfremdetes Dasein zu Gliederpuppen erstarren lässt. Nichts darf hier jene tiefe Einsamkeit vertuschen, in die ein jeder Mensch eingetaucht ist. Hans-Dieter Schütt legt nun die erste Monografie des Werkes von Michael Thalheimer vor. In großformatigen farbigen Bildern und in Texten, Gesprächen und Beiträgen von langjährigen künstlerischen Weggefährten wird sein gesamtes bisheriges Schaffen vorgestellt.


Annette Kurz - Szenische Objekte /Objets scéniques
250 S., zahlr. Abb., geb., € 28,00
978-3-95749-009-4
Annette Kurz gehört zu den bemerkenswertesten Bühnenbildnerinnen ihrer Generation. Ihre Bühnenbilder sind herausfordende Rauminstallationen mit Bezügen zur abendländischen Kulturgeschichte. Stilbildend sind Inszenierung wie „Hamlet“ (2010) und „Macbeth“ (2011), beide im Thalia-Theater Hamburg von Luk Perceval inszeniert. Ihre Arbeit „Jeder stirbt für sich allein“ war das Bühnenbild des Jahres 2013 und wurde im selben Jahr mit dem Faust Theaterpreis ausgezeichnet. Für ihr Opernbühnenbild zu „La Traviata“ (Regie Johannes Erath) erhielt sie, ebenfalls 2013, den Theaterpreis ihrer Heimatstadt Hamburg. Sie selbst bezeichnet ihre großformatigen Bühnenarbeiten als szenische Objekte. Wenn etwas mit Energie und Überwindung von Schwerkraft zu tun hat, so sagt sie - wenn es ihr gelingt, materielle Dichte herzustellen, würden ihre Bühnenräume ein Höchstmaß an Überzeugung und auch Zauber entfalten. Das Buch dokumentiert die wichtigsten Bühnenarbeiten von Annette Kurz mit zahlreichen Abbildungen und Erläuterungen im Gespräch mit Ute Müller-Tischler sowie Texten von Till Brieglieb, Bernd Grawert, Joachim Lux und Luk Perceval.


Der Architekt, die Macht und die Baukunst
Hermann Henselmann in seiner Berliner Zeit 1949-1995
Herausgegeben von Thomas Flierl
250 S., br., € 22,00
978-3-95749-116-9
In den charakteristischen Wendungen der Architektur- und Städtebaupolitik der DDR trat Hermann Henselmann (1905-1995) stets als ein zentraler Akteur auf, sei es bei der Abkehr von der Moderne und der Formulierung der „Baupolitik der nationalen Traditionen“ Anfang oder bei der Wiederannäherung an die Moderne im Zuge der Industrialisierung des Bauwesens seit Mitte der 1950er Jahre. Sein Hochhaus an der Weberwiese, die Bauten am Strausberger Platz und am Frankfurter Tor in Berlin stehen für die erste Periode, das Haus des Lehrers mit der Kongresshalle und seine Ideen für einen „Turm der Signale“, den späteren Fernsehturm, für die zweite Periode. Spektakulär waren seine Zeit als „Chefarchitekt beim Magistrat von Berlin“ (1953-1959) und ebenso seine Absetzung. Danach für die Typisierung des Wohnungsbaus zuständig, wurde er vor allem mit Projekten für stadtbildprägende Sonderbauten in den DDRBezirksstädten bekannt. Henselmann war dabei immer auch der Interpret seiner selbst. Durch seine umfangreiche publizistische Tätigkeit und seine gute Vernetzung in die Gesellschaft der DDR sowie mit dem Ausland ist er zu einer Institution geworden, die auch nach seiner beruflichen Tätigkeit gern konsultiert wurde.
weitere Neuerscheinungen:

J. S.Witkiewicz: Dinu Tamazlacaru
[Ein Star der internationalen Ballettwelt]
250 S., zahlr.Abb., br., € 18,00
978-3-95749-112-1
Der Dinge Stand | The State of Things
[Das aktuelle Puppen- und Objekttheater 
zu gesellschaftlichpolitischen Phänomenen
180 S., zahlr.Abb., br., € 24,50 
978-3-95749-138-1
Power of Diversity. 
The Crossing Lines Project
[Das Freiburger Theaterkollektiv PAN.OPTIKUM]
256 S., zahlr.Abb., br., € 25,00
978-3-95749-137-4
Zwölf Jahre Autorentheater
Schauspiel am Nationaltheater 
Mannheim 2006-2018
216 S., zahlr.Abb., br., € 22,00
978-3-95749-134-3
...
Bettina Meyer 
EINS ZU FÜNFUNDZWANZIG
/ ONE TO TWENTY FIVE
Bühnen Bilder Räume - 
Stages Pictures Rooms
250 S., br., € 28,00
978-3-95749-072-8
Flucht und Szene
Perspektiven und Formen eines 
Theaters der Fliehenden
[Theater als Ort für Flüchtlinge]
350 S., br., € 22,00
978-3-95749-119-0
Seebühne Hiddensee 
Logbuch 4
Deutschlands einziges 
maritimes Kammertheater
64 S., br., € 6,00
978-3-95749-084-1
Lutz Hübner, Sarah Nemitz
Willkommen | Wunschkinder | Abend 
über Potsdam | Phantom (Ein Spiel)
[meistgespielte deutschsprachige 
Gegenwartsdramatik]
218 S., br., € 15,00
978-3-95749-100-8

bereits angekündigt:

Bernd Stegemann
Das Gespenst des Populismus
Ein Essay zur politischen Dramaturgie
182 S., br., € 14,00
978-3-95749-097-1
Das Gespenst des Populismus geht um in Europa und der Welt. An populären Erklärungen für den Populismus mangelt es nicht und es scheint, als wären sie extra für unsere Gegenwart geschrieben worden: Es braucht eine Finanzkrise, eine Flüchtlingswelle, ein Misstrauen in die Eliten, eine wachsende Ungleichheit und schließlich Parteien und Politiker, die daraus eine Bewegung formen. Die Regierungen sehen sich in der Zwickmühle, ihren Einwohnern die globale Revolution aller Lebensbedingungen zuzumuten und zugleich den Protest gegen die Entfremdung abzuwehren. Kritik an der wachsenden Ungleichheit ist für sie eine populistische Gefahr. Bernd Stegemann analysiert die Dramaturgie des politischen Sprechens und geht der Frage nach, ob der Populismus allein als Gefahr für die Demokratie anzusehen ist oder ob er nicht vielmehr ein Symptom dafür ist, was in ihr falsch läuft. Die eingespielten Regeln des politischen Sprechens über Alternativlosigkeiten haben eine große Abwehr provoziert. Könnte die populistische Rede nicht ein Versuch der Mitsprache derjenigen sein, die sonst über keine Stimme verfügen - denn die zentrale Frage der Demokratie lautet immer noch: Dürfen die Ausgeschlossenen sprechen? Bernd Stegemann ist Professor für Dramaturgie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Er arbeitete als leitender Dramaturg an zahlreichen Theatern und für Festivals, u. a. am TAT in Frankfurt/Main, am Deutschen Theater und an der Schaubühne Berlin. Ab der Spielzeit 2017 /18 wird er der Dramaturgie des Berliner Ensembles angehören. Zahlreiche Buchpublikationen zur Dramaturgie und Kunst des Theaters. In der ZEIT (Nr. 15/2016) erschien sein vielbeachteter Essay zur Flüchtlingspolitik: „Die andere Hälfte der Wahrheit“. Er hat die Reihe Lektionen bei Theater der Zeit begründet.
Wie kann Kunst die sich zuspitzenden Widersprüche der Gegenwart erkennbar machen?


Lob des Realismus – Die Debatte
Herausgegeben von Nicole Gronemeyer und Bernd Stegemann
216 S., br., € 16,00
978-3-95749-074-2
Die Postmoderne muss beendet werden, das ist allen klar, doch welchen Ausgang soll man nehmen? Das „Lob des Realismus“ von Bernd Stegemann hat mit seiner Position eines dialektischen Realismus eine lebhafte Debatte angestoßen, die zahlreiche Wissenschaftler, Theatermacher und Schriftsteller in der Zeitschrift „Theater der Zeit“ aufgegriffen haben. „Lob des Realismus. Die Debatte“ versammelt die Beiträge von Wolfgang Engler, Boris Groys, Alexander Kluge, André Leipold, Thomas Ostermeier, Armin Petras, Milo Rau, Kathrin Röggla, Eugen Ruge und Bernd Stegemann und ergänzt sie um die Positionen von Rolf Bossart , Heinz Bude, Jette Gindner, Nicole Gronemeyer, Jakob Hayner, Simon Kubisch, Peter Laudenbach, Enno Stahl und Wolfgang Streeck.


Bernd Stegemann
Lob des Realismus
216 S., br., € 18,00
978-3-95749-019-3
„Die Realität der Gesellschaft wird wieder zum Gegenstand des Theaters. Das Ende der Selbstreferenz in der Kunst ist gekommen.
Es gibt eine Realität und wir können sie erkennen. Es gibt eine Darstellung der Realität und wir können sie nutzen, um die Welt zu verändern.“ Bernd Stegemann
Nach der „Kritik des Theaters“, die den zwingenden Zusammenhang von neoliberalem Kapitalismus und postmoderner Ästhetik erstmals für das Theater bekannt gemacht hat, erinnert Bernd Stegemann in seinem neuen Buch „Lob des Realismus“ an die folgenreichen Debatten um die realistischen Künste und schließt sie an die aktuellen Diskussionen um einen Neuen Realismus an. Das dialektische Denken, die Frage nach dem Klassenbewusstsein und die Hoffnung auf eine bessere Welt werden aus der vermeintlichen Rumpelkammer befreit, in die die postmoderne Weltanschauung sie verbannt hat. Dazu werden die beliebtesten Vorurteile bürgerlicher Kunst beispielhaft auf ihre Ideologie hin untersucht: Ironie, Selbstreferenz und Paradoxie spielen im Neuen Realismus nur noch eine untergeordnete Rolle. Stattdessen formiert sich ein neues Interesse an einer realistischen, d. h. die Realität meisternden Darstellung des gesellschaftlichen Zusammenlebens der Menschen. Exemplarisch werden die Stücke von Henrik Ibsen, Peter Hacks und Heiner Müller sowie von René Pollesch, Kathrin Röggla und Elfriede Jelinek nach ihrem Realismus befragt.

Bernd Stegemann
Kritik des Theaters
336 S., br., € 16,00
978-3-943881-99-8
Die Sehnsucht des Theaters gilt der Darstellung des Menschen. Diese Sehnsucht hat die Postdramatik, so ihr profiliertester Kritiker Bernd Stegemann, zu Unrecht in Zweifel gezogen. Die Tradition von Mimesis, Spiel und Bedeutung wurde durch Selbstreferenz, Ironie und Performativität ersetzt. In den Spielen der Postdramatik erscheint die Realität nur noch als Simulation. Alle Ereignisse sind zu Zeichen ihrer selbst geworden und kokettieren mit dem Anschein von Authentizität. Die kapitalistisch organisierte Gesellschaft bleibt von diesen Spielen ungestört. Sie macht ihre zerstörerischen Geschäfte mit fiktivem Geld, das im Leben der Menschen eine verblüffend echte Rolle spielt. „Kritik des Theaters" ist nicht nur eine grundsätzliche Kritik an der verbreiteten Beschränkung auf postdramatische Spielarten, es ist ein Plädoyer für die Wiederbelebung der Kritikfähigkeit des Theaters. Bernd Stegemanns Befund: Das Theater kann das Unsichtbare sichtbar machen. Es hat die sinnliche und intellektuelle Kraft, realistisch zu sein, nicht, indem es die Welt verdoppelt, sondern die Realität zwingt, sich zu zeigen. Es spielt mit den Dingen hinter dem Schein und bringt die Totalität der Erscheinungen momentweise zur Enthüllung.
„Solange das Theater nicht den Zusammenhang von postmoderner Ästhetik, Neoliberalismus und der Produktion egoistischer Subjektivität reflektiert,
kann es kein kritisches Verhältnis zur Gegenwart einnehmen.“   Bernd Stegemann

Die Buchreihe Lektionen liefert das Basiswissen über die Bereiche der Ausbildung für das Theater. Fachleute vermitteln kompakt und anschaulich
Berufsfelder und Arbeitsweisen in Schauspiel, Regie, Theaterpädagogik und Dramaturgie. In Form von Handbüchern werden die wichtigsten Grund-
lagentexte des Theaters vorgestellt. Die Reihe für Studierende, professionelle Theaterschaffende und an alle, die mehr über das Theater wissen wollen:
 
Lektionen 1
Dramaturgie
300 S., br., € 18,00
 978-3-940737-34-2
Lektionen 2
Regie
214 S., br., € 14,00
978-3-940737-33-5
Lektionen 3
Schauspielen - Theorie
240 S., br., € 10,00
978-3-940737-95-3
Lektionen 4
Schauspielen - Ausbildung
328 S., br., € 12,00
978-3-940737-96-0
Lektionen 3 + 4
Schauspielen 2 Bde. zusammen
568 S., br., € 20,-
978-3-940737-83-0
Lektionen 5
Theaterpädagogik
316 S., br., € 18,00
 978-3-942449-39-7
Lektionen 6
Kostümbild
346 S., br., € 19,50
978-3-95749-042-1
Lektionen 7
Puppen-, Figuren- und Objekttheater
354 S., br., € 19,50
978-3-95749-069-8


Thomas Irmer
Heiner Müller - Anekdoten
100 S., br., € 10,00
978-3-95749-121-3
Der Dramatiker Heiner Müller (1929-1995) war auch ein Meister des Bonmots und der überraschenden, oft listigen Erwiderung - das ist vor allem aus seinen Interviews bekannt. Der Band zeigt Müller nun erstmals als lebendiges Gedankenbild. In der Rückschau von Zeitgenossen und in immer wieder oft und gern kolportierten Anekdoten, die bereits in der kollektiven Erinnerung weitererzählt werden. Miniaturen zu einem Porträt des Künstlers mit Hintersinn.

Peter Michalzik
backstage
STEMANN
150 S., br., € 18,00
978-3-95749-123-7
Der Regisseur und Performer Nicolas Stemann ist eine der bedeutendsten Figuren des Gegenwartstheaters. Seit mehr als zwanzig Jahren erkundet er mit seinen Inszenierungen den Grenzbereich zwischen Theater und Performance, zugleich eröffnet er der Bühne neue Möglichkeiten der Textinterpretation. Seine Inszenierung von Goethes „Faust I und II“ (Salzburg, Hamburg) gilt als maßstabsetzend. Genauso prägend sind seine intelligenten und lebendigen Uraufführungen der Stücke von Elfriede Jelinek. Inzwischen inszeniert Stemann auch Opern und bildet Schauspieler und Regisseure aus. Im Gespräch mit Peter Michalzik äußert sich dieser vielfältige Theatermann zu seinem künstlerischen und persönlichen Werdegang. Er spricht eindringlich über seine Theaterarbeit, nimmt dezidiert Stellung zum aktuellen Theater- und Gegenwartsgeschehen. Dabei wird ein ebenso gefühlvoller wie hochreflektierter Künstler und Zeitgenosse sichtbar.  Zu Stemann: berliner-zeitung/ueber-seinen-faust, tip-berlin.de/interview, deutschlandfunkkultur./woran-arbeiten-sie-gerade



Wolfgang Engler
Authentizität!
Von Exzentrikern, Dealern und Spielverderbern
218 S., br., € 18,00
978-3-95749-096-4
Authentischsein gilt zu allen Zeiten als erstrebenswert, doch was genau ist damit gemeint? Welche Eigenschaften muss ein Mensch in sich vereinen, um als authentisch wahrgenommen zu werden? Und welche gesellschaftlichen Rahmungen sind dem Streben nach Authentizität förderlich oder hinderlich? Wie „natürlich“ darf, kann oder muss man sein, um als authentisches Individuum zu gelten? Und verstellt sich zwingend, wer sich verwandelt, in Szene setzt, im Alltag oder auf der Bühne Rollen spielt? Der Soziologe Wolfgang Engler verfolgt das Konzept der Authentizität in seiner historischen Entwicklung und kritisiert das zeitgenössische Ideal, in allen Lebenslagen - im Privaten, in der Öffentlichkeit, im Beruf, in der Kunst - ohne Abstriche „man selber“ sein zu wollen. Was dabei letztlich auf dem Spiel steht, sind Spiellust und Spielvermögen des Menschen wie des Schauspielers.
Wolfgang Engler wurde 1952 in Dresden geboren. Von 1973 bis 1978 studierte er Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Nach einem Forschungsstudium promovierte er 1980 und arbeitete das folgende Jahr am Philosophischen Institut der Akademie der Wissenschaften der DDR. Im Herbst 1981 wechselte er an das Ostberliner Institut für Schauspielregie, das wenige Jahre später als Fachbereich in die Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin integriert wurde. Dort übernahm er 1987 die Leitung des Theoriebereichs und übte diese Funktion neben seiner Lehrtätigkeit bis 1991 aus. Im Jahr 2005 wurde er zum Rektor der Hochschule gewählt, an der er zugleich als Dozent für Kultursoziologie und Ästhetik tätig ist. Wolfgang Engler publizierte zahlreiche Studien über Lebensformen in Ost und West, Analysen über den Wandel des Politischen und der Öffentlichkeit sowie Untersuchungen zur Geschichte und zu den Perspektiven der modernen Lohnarbeitsgesellschaft. 1992 erschien Selbstbilder. Das Projekt der Wissenssoziologie, eine überarbeitete Fassung seiner Habilitationsschrift aus dem Jahr 1989. Weitere Buchveröffentlichungen folgten: Die zivilisatorische Lücke. Versuche über den Staatssozialismus (1992); Die ungewollte Moderne. Ost-West- Passagen (1995); Bürger, ohne Arbeit. Für eine radikale Neugestaltung der Gesellschaft (2005); Unerhörte Freiheit. Arbeit und Bildung in Zukunft (2007); Lüge als Prinzip. Aufrichtigkeit im Kapitalismus (2009), zuletzt Verspielt. Schriften und Gespräche zu Theater und Gesellschaft (2012). Als Publizist und Essayist schrieb er für diverse Zeitschriften und Zeitungen (Die Zeit, taz, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Blätter für deutsche und internationale Politik, Kursbuch, Sinn und Form, Theater der Zeit u. a.).

Deutschlands bedeutende Bühnenbildner:

Setting the Stage, Vol. 2 / Bild der Bühne, Bd. 2
184 S., br., € 24,50
978-3-95749-041-4
Innerhalb der „Schwesterkünste“, von denen Brecht sprach, hat sich das Bühnenbild in letzter Zeit einen souveränen Schauwert erarbeitet und nach allen Seiten geöffnet. Unabhängig davon, ob es an experimentelle Spielideen gebunden ist oder an Inszenierungen, die die Rekonstruktion realer und fiktionaler Welten fokussieren, ob sie von Minimal Art, Konzeptkunst oder Fluxus beeinflusst sind, beeindrucken die Bühnenbilder der Gegenwart durch ein intensives Formbewusstsein und die Berücksichtigung der Zuschauerperspektive bei ihrer Raumwahrnehmung. Das Arbeitsbuch stellt unverwechselbare Positionen zum Bühnenbild im zeitgenössischen Schauspiel vor. In ausführlichen Interviews und mit umfangreichem Fotomaterial werden anschauliche Einblicke in Arbeitsweisen, künstlerische Entwicklungen und Auffassungen ermöglicht. Außersdem enthält das Arbeitsbuch einen Essay von Hans-Joachim Ruckhäberle.
Schauspiel-Studium: Eine Einführung


Theatermachen als Beruf
Hildesheimer Wege
228 S., br., € 18,00
978-3-943881-85-1
Vom Theater träumen viele, denn die deutsche Theaterlandschaft ist auch ein Arbeitsmarkt. Mehr als 50 Theaterberufe werden vom deutschen Bühnenverein aufgelistet. Doch was braucht man eigentlich, um Theater zu machen? Einerseits haben sich die Tätigkeiten am Stadttheater ausdifferenziert, andererseits gibt es auch Theatermacher, die als Kollektiv in den Darstellenden Künsten Theater gemeinsam entwickeln. Dazu gehören auch Absolventen der Hildesheimer Kulturwissenschaften: In Interviews, Porträts und Essays gewähren sie Einblicke in die Theaterwelt, beschreiben künstlerische Kompetenzen und reflektieren kulturpolitische Herausforderungen. Lehrende der Universität Hildesheim erörtern Material und Methoden des Theaterstudierens sowie Theorie und Praxis des Theatermachens. Die gelegentlich als „Brutstätte des freien Theaters in Deutschland“ (taz) beschriebenen Studiengänge stehen als Beispiel für eine Reformbewegung innerhalb der Theaterlandschaft. Theaterschaffende im Porträt, von Sebastian Nübling, Julia Lochte und Klaus Schumacher über Jutta Staerk, Albrecht Hirche und Jens Hillje bis zu Melanie Hinz, Olaf Kröck und Miriam Tscholl; Interviews zum Theatermachen in Deutschland; Gespräche über Forschung, Lehre und Kulturpolitik mit den Professoren Hartwin Gromes, Hajo Kurzenberger, Jens Roselt und Geesche Wartemann sowie Uli Jäckle, Norma Köhler, Frank Matzke, Christoph Scheuerle und Wolfgang Sting.

Recycling Brecht
Materialwert, Nachleben, Überleben
220 S., br., € 18,00
 Februar 2018
978-3-95749-120-6
Ende der 1920er Jahre setzt Brecht den Bewahrern des kulturellen Erbes die These vom „Materialwert“ der Kunst entgegen. Er verabschiedet die Vorstellung einer überzeitlichen Dauer der Werke und rät, deren einzelne Teile bedenkenlos „herauszuhacken“ für ihre Wiederverwendung in der Gegenwart. Sein Vorschlag betont den Zeitkern von Kunst und zielt auf eine weitreichende Praxis der Wiederholung, Aneignung und Transformation historischer Artefakte und künstlerischer Praktiken. Diese bisher kaum reflektierte Theorie und Praxis Brechts wird hier rekonstruiert und auf ihn selbst angewendet. Die Beiträge dieses Bandes, Ergebnis einer internationalen Forschungskooperation, gehen der Frage nach dem Materialwert Brechts in seinen eigenen Arbeiten und in seinem Nachleben in Theater und Film unserer Zeit nach. Sie fokussieren Verfahren Brechts, die für die Gegenwart nicht nur von künstlerischer, sondern auch von politischer Bedeutung sind, darunter Praktiken der Historisierung, der transmedialen „Trennung der Elemente“, der opernhaften Intensivierung von „Zuständen“ und des szenischen Reenactments klassischer Werke.

Hans-Thies Lehmann
BRECHT LESEN
320 S., br., € 22,00
978-3-95749-079-7
Der bedeutende Theaterwissenschaftler Hans-Thies Lehmann hat sich jahrzehntelang mit Bertolt Brecht beschäftigt. Im Zentrum seiner hier versammelten Essays steht der Theaterautor und Theaterdenker. Sie wollen immer noch virulente Vorurteile über Brecht revidieren und einen „anderen“ Brecht jenseits der politischen, literarischen und theaterästhetischen Klischees sichtbarer werden lassen. Neben der Praxis und Theorie des epischen Theaters werden die sogenannten Lehrstücke, zumal ihr Potential für das Theater der Zukunft erörtert. Ausführlich wird die Lyrik einbezogen, die oft ein neues Licht auf die Theatertexte wirft. Weitere Untersuchungen gelten den Verbindungslinien des Werks zu Autoren wie Beckett, Celan, Adorno, Benjamin und Althusser, zentralen Motiven Brechts wie Tod, Vergessen und Verausgabung sowie Brecht dem Bearbeiter und der Brechtrezeption.

Maßnehmen: Die Maßnahme
Kontroverse, Perspektive, Praxis, Brecht/Eislers Lehrstück
Herausgegeben von Inge Gellert, Gerd Koch und Florian Vaßen
298 S., br., € 12,80
978-3-9805945-7-8
Nach jahrelanger Tabuisierung, nach Glorifizierung wie Verteufelung, nach mehr als 60 Jahren Aufführungsverbot und dem Entstehen eines Mythos von der MASSNAHME ist die Zeit reif, über dieses Lehrstück neu nachzudenken. Der Satz "Ändre die Welt, sie braucht es" hat immer nocht Gültigkeit. Aber auch Brechts Diktum "... in jeder Lage neu nachzudenken".


Darstellende Künste im öffentlichen Raum
480 S., br., € 25,00
978-3-95749-087-2
Was können die darstellenden Künste im öffentlichen Raum leisten? Der Band zeigt anhand von 18 Theater- und Tanzprojekten aus ganz Deutschland, wie sogenannte „Un-Orte“ im öffentlichen Raum experimentell erobert und zu theatralen Wirkungs- und zeitweiligen neuen Lebensräumen transformiert werden. Die Beiträge sind im Rahmen eines Symposiums zur Bedeutung von darstellenden Künsten sowie interdisziplinären ästhetischen Interventionen im öffentlichen Raum entstanden. 250 Künstler, Wissenschaftler und Kulturpolitiker aus dem In- und Ausland beteiligten sich an diesem Symposium, das 2015 in Berlin stattfand. Im Zentrum standen Fragen nach den notwendigen politischen Rahmenbedingungen und der wachsenden ästhetischen Vielfalt dieser Kunstsparte sowie nach den Wechselbeziehungen zwischen den Veränderungsprozessen in den Städten, dem ländlichen Raum und den Künsten. Mit Beiträgen u. a. von Hilke Berger, Matthias Däumer, Walter Grasskamp, Thomas Kaestle, Heinz Schütz, Frauke Surmann, Harald Welzer und Georg Winter.

Jan Stanislaw Witkiewicz
Rudolf Nurejew
Die Biographie
150 S., br., € 16,00
978-3-95749-068-1
"Rudolf Nurejew“ erzählt die Geschichte des berühmtesten Balletttänzers der Welt. Geboren 1938 in Sibirien, er absolvierte noch mit 17 Jahren die renommierte Staatliche Choreografie-Schule Leningrad (heute: Waganowa-Ballettschule). Während einer Tournee 1961 in Paris beantragte er Asyl in Frankreich. Mit seinen Choreografien hat er viele klassische Ballettwerke wie „Nussknacker“, „Don Quijote“ und „Schwanensee“ wiederbelebt und in die Moderne fortgeschrieben. Er machte den männlichen Rollenpart gleichberechtigt zu dem der Ballerina und tanzte mit den berühmtesten Tänzerinnen des 20. Jahrhunderts. Rudolf Nurejew war bis zu seinem frühen Tod 1993 ein leidenschaftlicher Mensch und ist bis heute eine unvergleichliche Ikone des Balletttanzes.
„Was für eine Urkraft war Rudolf Nurejew, was für ein Ereignis. Er war und ist eigentlich bis heute ein Star. Er war besessen, besessen von Tanz, Theater. (…) Sein anspruchsvoller Arbeitsstil, der wie er selbst legendär war, wirkte sich auf die ganze Generation der Tänzerinnen und Tänzer aus, sowohl auf der Bühne als auch in seiner Intendantenzeit im Ballett-
ensemble der Pariser Oper. Ich persönlich bewundere Rudolf Nurejew für seinen starken Charakter, Ausstrahlung und die enorme Energie.“ (Aus dem Vorwort von V. Malakhov)

Woods of Birnam
Searching for William
Shakespeare-Songbook auf 2 CDs
Hochwertiges Deluxe-Album mit exklusiven Tracks: Englisch, Deutsch
56 S., geb., € 24,90
978-3-95749-106-0
Searching for William von Christian Friedel und seiner Band Woods of Birnam hatte im Dezember 2016 am Staatsschauspiel Dresden Premiere. Der Abend ist eine Mischung aus Konzert und Theater, Installation und Hörspiel auf den Spuren Shakespeares. Im Mittelpunkt steht die Experimentierfreude, altes Englisch mit moderner Popmusik zu verbinden. Sänger und Schau­spieler Christian Friedel widmet sich neben den Songs auch Monologen und Texten aus verschiedenen Stücken Shakespeares. Hamlet und Macbeth kommen ebenso zu Wort wie Hexen, Geister und Narren aus der Welt des berühmten Theaterdichters. Ein Abend mit überraschenden Blicken und ungewöhnlichen Atmosphären. Schauspieler und Musiker Christian Friedel (bekannt aus den Filmen Elser und Das weiße Band) und vier Musiker der Band Polarkreis 18 geben seit Juni 2011 den Woods of Birnam Gestalt und musikalische Fülle. Sie haben zur Inszenierung von Shakespeares Hamlet am Staatsschau­spiel Dresden (Regie Roger Vontobel) die Musik komponiert und sind Teil des Bühnenensembles. Zur Namenswahl angeregt wurde das Quintett von Shakespeares Macbeth – der gleichnamige Tyrann hält in ebendiesen Wäldern seinen Schlussmonolog und stirbt.
Woods of Birnam - A Fairy Song (Official Video)

Willkommen Anderswo - sich spielend begegnen
Theaterarbeiten mit Einheimischen und Geflüchteten
256 S., br., € 18,00
978-3-95749-118-3
Zum ersten Mal in der Bundesrepublik überhaupt fand im Mai 2017 ein Festival in der Stadt Bautzen statt, das Theaterarbeiten mit geflüchteten und einheimischen Jugendlichen zeigt. Das wegweisende Unternehmen des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters an einem Ort, der in der Vergangenheit wegen fremdenfeindlicher Aktionen in die Schlagzeilen geraten war, stellt Projekte von renommierten Theaterhäusern wie den Münchner Kammerspielen, dem Maxim Gorki Theater Berlin und dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg vor. Die Produktionen wurden von Workshops und einem Kolloquium begleitet, das Studierende der Leipziger Theaterwissenschaft veranstalteten. Im Fokus steht die Frage, wie das Zusammenleben mit und unter Fremden durch Theater befördert werden kann. Der Band dokumentiert die acht Aufführungen des Festivals in ihrem Entstehungsprozess und verdichtet sie zu exemplarischen Modellen der Theaterarbeit für eine künftige transkulturelle Gesellschaft: „Von Bautzen ausgehend will ‚Willkommen anderswo - sich spielend begegnen‘ zeigen, wie Integration von Geflüchteten und Verständnis zwischen unterschiedlichen Kulturen mit Hilfe von Theater befördert, ja erzeugt werden kann. Alle Theater, so auch das Bautzener, sind naturgemäß Orte der kulturellen Selbstbestimmung, der Aufklärung und des Dialogs. Unser Projekt will Geflüchtete und Einheimische - Jugendliche unterschiedlichster Nationen und Kulturen wie Deutsche, Afghanen, Sorben, Syrer oder Türken - mit theatralischen Mitteln animieren, etwas von sich und ihrer Kultur zu erzählen.“ Lutz Hillmann, Intendant des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters


Du weißt ja nicht, was die Zukunft bringt
174 S., br., € 16,00
978-3-95749-080-3
Das Doppelprojekt „Die Schutzflehenden / Die Schutzbefohlenen“ nach Aischylos und Elfriede Jelinek hatte im Herbst 2015 am Schauspiel Leipzig Premiere. 2500 Jahre umspannen diese beiden Texte - und sind so aktuell, wie Theater selten sein kann. Begleitet wurde jede Aufführung von einem Nachgespräch, in denen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Kirche und Verwaltung verschiedenste Aspekte aus dem Themenkomplex „Migration und Asyl“ vertieften, vom Asylverfahren in Sachsen bis zum Bild des Fremden in der Kunst. Zu Gast waren u. a. der Angstforscher Prof. Borwin Bandelow, der Kunsthistoriker Prof. Frank Zöllner, der Migrationsforscher Prof. Helmut Bade, der Beauftragte für Kirchenasyl der Evangelischen Landeskirche Sachsen, Albrecht Engelmann, sowie die Leiterin des Sozialamtes Leipzig, Martina Kador-Probst. Die Gespräche wurden moderiert von Dr. Jens Bisky, Redakteur im Feuilleton der „Süddeutschen Zeitung“. Es sind Expertengespräche aus einem dreiviertel Jahr, in dem sich Deutschland und Europa nachhaltig verändert haben.

70 Jahre Zukunft
Theater der Jungen Welt Leipzig
180 S., zahlr. Abb., geb., € 15,00
978-3-95749-075-9
Im November 1946 wurde in Leipzig das erste feste städtische Kinder- und Jugendtheater Deutschlands gegründet: das Theater der Jungen Welt. Für Generationen von Leipzigern war und ist der Besuch im Theater der Jungen Welt das erste Theatererlebnis überhaupt. Dieses Buch porträtiert in Wort und Bild die wechselvolle Geschichte des Theaters von den Anfängen bis zur Gegenwart: die Schwierigkeiten der Gründerjahre, die DDR-Zeit als Teil des Leipziger Theaterkombinats und Neuaufbrüche nach der Wende. Seit 2002 wird das Theater von Jürgen Zielinski geleitet, der es mit zeitgenössischen Themen und Formen an die Spitze des deutschen Kinder- und Jugendtheaters gebracht hat. Sein Ensemble überschreitet ästhetische Grenzen, setzt offensiv auf neue Stoffe, vielfältige Regiehandschriften und entwirft als innovatives Theater für Kinder und Jugendliche Visionen für die Zukunft. Vitales Theater für alle in einer vitalen Stadt.

Udo Lindenberg / Thomas Brussig / Michel Gaissmayer
Sonderzug nach Pankow
48 S., br., € 5,00
978-3-942449-41-0
Udo Lindenberg hat den Traum von der Überwindung der deutschen Teilung immer aufrechterhalten; er suchte das Gespräch mit der Staatsführung der DDR ebenso wie die Begegnung mit seinen zahlreichen Fans. 1983 durfte er in Ost-Berlin auftreten; von der Staatssicherheit minutiös überwacht, spielte er im Palast der Republik vor FDJ-Publikum und sprach sich vor live übertragendem DDR-Fernsehen entschieden gegen die Stationierung von Raketen auf West- wie Ost-Seite aus. Die für das folgende Jahr zugesagte Tournee durch die DDR wurde ohne Angabe von Gründen abgesagt. Im Januar 2011 feierte sein Musical „Hinterm Horizont" in Berlin Weltpremiere - die Story basiert auf der Geschichte mit dem „Mädchen aus Ost-Berlin". Das Buch zum Musical stammt von Thomas Brussig, Autor zahlreicher Romane und Drehbücher, darunter dem zu Leander Haußmanns „Sonnenallee". Mit ihm und Michel Gaißmayer, der Udo Lindenberg als persönlicher Unterhändler in allen deutsch-deutschen Belangen zur Seite stand, sprach Udo Lindenberg auf Schloss Neuhardenberg über seine Hoffnungen, Enttäuschungen und Perspektiven des geteilten und vereinigten Deutschlands. Es moderierte Bernd Kauffmann, Generalbevollmächtigter der Stiftung Schloss Neuhardenberg.

Moldova Camping
Republik Moldau - Kunst, Theater und getrockneter Fisch
Herausgegeben von Isabel Raabe und Franziska Sauerbrey mit Beiträgen von Vitali Ciobanu, Tanja Dückers,
Lilia Dragneva, Nicoleta Esinencu, Stefan Rusu, Ines Kappert und Marlen Martin
160 S., br., € 16,00
978-3-940737-76-2
Wo liegt die Republik Moldau? Wer sind die Moldauer und was hat es mit Transnistrien auf sich? Welche Themen beschäftigen moldauische Künstler und unter welchen Voraussetzungen arbeiten sie? „Moldava Camping“ nimmt uns mit auf die Reise in ein unbekanntes Land mitten in Europa, wirft einen Blick auf Kunst und Kultur und stellt uns einige seiner Künstler vor, beleuchtet die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse und zeigt uns die Kuriositäten der moldauischen Alltagskultur. Die Texte und Fotografien des Bandes sind im Rahmen des gleichnamigen Festivals entstanden, das im Juni 2008 in Berlin, Braunschweig, Jasi und Bukarest zu sehen war, und Theater, szenische Lesungen, Performances und Vorträge zu und aus der Republik Moldau präsentierte.

Josep M. Benet i Jornet, Jordi Casanovas, Lluïsa Cunillé, Albert Mestres, Pau Miró und Enric Nolla.
Neue Theaterstücke aus Katalonien
300 S., br., € 20,00
978-3-940737-93-9
Lange Zeit hat sich das katalanische Theater nur gemausert, jetzt blüht es sogar und findet international Anerkennung. Über dreißig Jahre - seit Francos Tod 1975 - suchte das katalanische Theater, mit seiner Hauptstadt Barcelona, nach neuen Wegen, besann sich zwischendurch auf seine Tradition des visuellen Theaters, ohne sich darauf auszuruhen. Neben vielen neu gegründeten Theaterkollektiven, erfolgreichen Regisseuren, einem katalanischen Nationaltheater und Opernhaus finden endlich auch die Autoren ihre Sprache wieder. Viele junge, vielversprechende Autoren gehen aus „L‘Obrador“, einer internationalen Dramaturgiewerkstatt, hervor, so auch die meisten der in diesem Dialogband präsentierten Dramatiker.

¡Adelante!
Iberoamerikanisches Theater im Umbruch / Teatro Iberoamericano en tiempos de cambio
152 S., zahlr. Abb., geb., € 20,00
978-3-95749-098-8
¡Adelante! - Vorwärts! hieß es im Februar 2017, als das Theater und Orchester Heidelberg zur Plattform für junge Theatermacherinnen und -macher aus Chile, Kuba, Argentinien, Kolumbien, Mexiko, Brasilien, Peru, Uruguay, Costa Rica und Spanien wurde, die mit ihren Inszenierungen auf die sozialen und gesellschaftlichen Probleme ihrer Länder reagieren und die Gegensätze und Potenziale Iberoamerikas mit künstlerischen Mitteln reflektieren. 

Frank Raddatz
Der Demetriusplan oder wie sich Heiner Müller den Brechtthron erschlich
240 S., br., € 18,00
978-3-940737-70-0
Kaum ein Kommentar oder Interview, in dem Heiner Müller keine Brechtbezüge hergestellt hat: Seine Ambition, als genuiner Brechtnachfolger in die Theatergeschichte einzugehen, ist offensichtlich. Aber lässt sich Müllers Theater- und Kunstbegriff tatsächlich mit den Grundlagen des Epischen Theaters vereinbaren? Und erwächst seine artistische Programmatik in den 70er Jahren nicht gerade aus der von Brecht bekämpften Rauschästhetik? Raddatz verfolgt Müllers Versuch, sich in Zeiten, als die Prämissen der beiden Dramatiker konträr gegeneinander verliefen, Brechts Königsmantel überzustreifen. Ein Versuch, der genau in jenem Moment scheitern musste, als der Müllers écriture zu Grunde liegende Schreibdrang nachließ und er zu dem von ihm bis dahin als austauschbar bekämpften dramatischen Modell seines Vorgängers heimgekehrt ist.

Stephan Suschke
Müller macht Theater
10 Inszenierungen und ein Epilog
280 S., br., € 12,00
978-3-934344-31-0
Im November 1980 fand in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz vor achtzig Leuten eine fast unbeachtete Premiere statt. Regisseur war, zum ersten Mal, Heiner Müller, ein Dichter, der bis dahin in beiden Teilen Deutschlands vor allem durch seine Stücke bekannt war. Das Buch zeichnet diese Theaterarbeiten Heiner Müllers nach. Es versteht sich vor allem als Werkstattbericht, der seine Authentizität durch die Dokumentation der Auseinandersetzungen innerhalb des Regieteams und eine große Zahl von Gesprächen erhält, die der Autor mit Schauspielern und Bühnenbildnern geführt hat.
Kalkfell Eins
160 S., br., € 4,00
ISSN 0040-5418
Kalkfell Zwei
160 S., br., € 14,50
978-3-934344-33-4
„Ein Arbeitsbuch für Heiner Müller", lautete vor acht Jahren der Untertitel zu KALKFELL (EINS). Das war es wohl eher nicht: Es war ein Buch der Trauer, der Erinnerung, ein Freundschaftsbuch und vielleicht auch eine Liebesgeschichte. Wir hatten uns dazu bekannt. Ein Jahr später wollte oder konnte noch niemand diesen Bann brechen. Es musste Zeit vergehen. Dann, im Januar 2004, konnte dieser Anspruch, sich arbeitend Heiner Müller zu stellen, seinen Text in den Wirkungen auch kritisch zu befragen, wenigstens als Selbstanforderung formuliert werden. Das nimmt den Ton anhaltender Nähe nicht zurück - im Gegenteil. Er ist anwesend in allen Wortmeldungen, in allen Bildern dieses Bandes. Verbunden bleibt er Heiner Müller im Gedenken. Einige seiner letzten Aufzeichnungen - NACH DEM ENDE DER HANDSCHRIFT - sind dem Ganzen vorangestellt als Fragmente eines Werkes, dessen Strahlkraft Bestand hat und sich vervielfältigt zeigt in den Arbeiten derer, die ihm nachfolgen.
Theater der Zeit Spezial:
 
Frankreich
Zweisprachig  deutsch / französisch
52 S., br., € 8,00
ISSN 0040-5418
Zeitschr.TdZ - Jahrgang 2017 / Heft 10
Schweiz
deutsch / französisch / italienisch
56 S., br., € 8,00
ISSN 0040-5418
Zeitschr.TdZ - Jahrgang 2016 / Heft 04
China
Zweisprachig  deutsch /englisch
56 S., br., € 8,00
ISSN 0040-5418
Zeitschr.TdZ - Jahrgang 2015 /Heft 12



Ein Castorf-Roman?

Schindhelm, Michael
Letzter Vorhang
256 S., br., € 19,50
978-3-95749-111-4
Michael Schindhelm erzählt die Geschichte des Matthias Pollack, Chefdramaturg am Berliner Liebknecht-Theater, das nach 25 Jahren als das Nonplusultra des deutschen Theaters nun zur Beute eines kosmopolitischen Kulturmanagers werden soll. Was wie eine Allegorie auf die Gegenwart der Berliner Volksbühne am Rosa- Luxemburg-Platz erscheint, wird mehr und mehr zur beklemmenden Einsicht in die Selbstentfremdung des Protagonisten. Pollack, Ende fünfzig, Sohn Ostberliner Intellektueller, gerade von seiner jungen Freundin verlassen, ist auf dem Weg zur 463. Vorstellung von „Einer flog über das Kuckucksnest“: Entstanden im Herbst 1989 als Abrechnung mit der Staatswillkür der DDR, dann transformiert in eine Attacke auf die Zumutungen des Kapitalismus, soll diese Inszenierung, die den Ruhm des Liebknecht begründet hat, heute in Anwesenheit des Regierenden Bürgermeisters zum letzten Mal gespielt werden. Niemand kann vorhersehen, was an diesem Abend geschehen wird.

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